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Grußwort der Kongresspräsident:in

Schmerzmedizin heute und morgen: Bilanz und Ausblick

unter diesem Motto möchten wir Sie zum Schmerzkongresses 2022 nach Mannheim einladen.

Schmerzmedizin und Schmerzforschung als interdisziplinäre Tätigkeitsfelder leben vom respektvollen Austausch der Beteiligten. Dies umfasst alle im Bereich Schmerz tätigen Menschen sowohl in der Behandlung der Patient:innen, in der Forschung (von der Grundlagen- bis zur Versorgungsforschung), als auch in der Klinik und im ambulanten Bereich. Grundlagen für die intersektorale Zusammenarbeit sind Kommunikation, Teamarbeit und Patientenzentriertheit und das Wechselspiel von Wissenschaftlichkeit und praktischer Erfahrung. Wir befinden uns dabei täglich in Spannungsfeldern, die wir zum Wohl und zur Sicherheit unserer Patient:innen ausloten, um Bewährtes anzuwenden und Neues zu wagen.

Der Deutsche Schmerzkongress soll dabei ein offener Raum sein, bei dem diese Perspektiven vorgestellt und diskutiert werden können. Wir möchten etablierte, aber auch neue Erkenntnisse der Schmerzmedizin mit Ihnen teilen. Zu diesem Austausch laden wir Sie herzlich ein. Wir richten uns gezielt an Sie alle: den wissenschaftlichen und klinischen Nachwuchs, die erfahrenen, wissenschaftlich und klinisch tätigen Kolleg:innen und auch an Patient:innen.

Schwerpunkte möchten wir in Hinblick auf Innovationen in der Versorgungsforschung und Patientenzentriertheit wissenschaftlicher Ansätze, in der Forschung zu sekundären Kopfschmerzen, zu Spannungsfeldern in der Tanslationalen Schmerzmedizin, der geschlechtersensiblen Forschung und der Forschung über die Lebensspanne setzen.

Die Entwicklungen in den letzten Jahren im Rahmen des Innovationsfonds des G-BA haben für die Schmerzmedizin neue Forschungsfelder eröffnet und gleichzeitig die Bedeutung von Versorgungsforschung in der Schmerzmedizin stärker in den Vordergrund gestellt. Versorgungsforschung prüft dabei klinische Ansätze der Behandlung unter alltäglichen Versorgungsbedingungen und ist damit die konsequente Weiterentwicklung vielversprechender Ergebnisse aus Grundlagen- und klinischer Wissenschaft. Die Vernetzung von Wissenschaftler:innen aus allen Forschungsbereichen bedeutet einen Gewinn für die weitere Entwicklung neuer Fragestellungen und der Überprüfung von Erkenntnissen im klinischen Alltag. Gerade hier sind die Erfahrungen der Patient:innen und Behandler:innen zu Nutzen und Risiken dieser neuen Behandlungsansätze von hoher Bedeutung. Patientenzentrierung ist daher ein wesentliches Qualitätsmerkmal von Versorgungsforschung. Inhaltlich fließen hier Aspekte zu geschlechterspezifischen Gemeinsamkeiten und Unterschieden sowie die sich wandelnden Bedürfnisse und Besonderheiten der menschlichen Existenz über die Lebensspanne ein.

Nachdem in den letzten Jahren vor allem die Migräne im Fokus stand, wird  in diesem Jahr der Themenbereich Sekundäre Kopfschmerzen prioritär adressiert. Dieser sich stetig erweiternde Forschungsbereich hat in den letzten Jahren eine ganze Reihe neue Kenntnisse in der Pathophysiologie, Verständnis und in der Behandlung der einzelnen Formen von Sekundären Kopfschmerzen aufgezeigt. Aufgrund der Vielzahl von möglichen Ursachen und Beeinträchtigungen für die Patient:innen erscheint uns diese Thematik für alle Bereiche der Schmerzmedizin relevant.

Die Umsetzung dieser Schwerpunkte ist in etablierten, aber auch neuen Formaten geplant. Wir möchten Sie ermutigen, sich mit Ihren Beiträgen am Schmerzkongress zu beteiligen und wünschen uns eine lebhafte und kontroverse Diskussion. Leben wird ein solcher Kongress ausschließlich davon, dass diese Formate von Ihnen mit Inhalt gefüllt werden – bringen Sie sich ein!

Herzliche Grüße aus Leipzig und Dresden,

Ihre
PD Dr. med. Torsten Kraya
Dr. rer nat. Dipl.-Psych. Ulrike Kaiser

PD Dr. med. Torsten Kraya

PD Dr. med. Torsten Kraya

Dr. rer. Nat. Dipl.-Psych. Ulrike Kaiser

Dr. rer. nat. Dipl.-Psych. Ulrike Kaiser

Grußwort JUNGE DMKG

„Die Junge DMKG setzt sich für den interdisziplinären Nachwuchs in der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft e.V. ein. Wir freuen uns daher sehr, dass wir das Programm des Schmerzkongresses 2022 für aufstrebende Kopfschmerzexpert:innen aller Berufsgruppen mitgestalten dürfen. Diese Chance möchten wir nutzen und in Anlehnung an das Motto „Schmerzmedizin heute und morgen“ eine Plattform für den Austausch untereinander und mit etablierten Kopfschmerzexpert:innen schaffen. Insbesondere möchten wir mit verschiedenen Veranstaltungsformaten eine Orientierung anbieten, wie die klinischen und wissenschaftlichen Interessen entwickelt und gefördert werden können.“

Grußwort JUNGE SCHMERZGESELLSCHAFT

„Als Arbeitskreis Junge Schmerzgesellschaft der Deutschen Schmerzgesellschaft e.V. freuen wir uns, den Schmerzkongress 2022 aktiv mitgestalten zu können und laden daher herzlich alle jungen Kliniker:innen und Wissenschaftler:innen verschiedener Berufsgruppen (u.a. Physiotherapie, Pflege, Medizin, Psychologie, Naturwissenschaften) zur Teilnahme und Mitwirkung am Kongress ein. Seien Sie gespannt auf unsere Aktivitäten, wie z.B. unserem Symposium sowie einem Newcomerprogramm einschließlich einer Postervisite und eines Vernetzungstreffen.

Wir freuen uns auf einen inspirierenden Austausch, spannende Diskussionen und den fachlichen sowie menschlichen Austausch untereinander.“